Gesprächskreis Hauptstadtunion
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Die Welt/Berliner Morgenpost, 13. Juni 2003

Signal von der Basis

Von Karsten Hintzmann

Der Zustand der Berliner CDU ist hinlänglich bekannt: Die Union ist tief gespalten, zerstritten und durch Personalquerelen vorrangig mit sich selbst beschäftigt. Der jüngste Landesparteitag spiegelte diese Situation schonungslos wider. Für einen Schlussstrich unter die Phase der Selbstzerfleischung reichte die Integrationskraft des neu gewählten Führungspersonals nicht aus. Dass jetzt einfache Parteimitglieder die Abschaffung des Delegiertenprinzips und die Einführung der Urwahl auf Kreisebene vorschlagen, sollte von der Parteispitze nicht als Spinnerei oder Anmaßung abgetan, sondern ernst genommen werden. Denn es ist ein Signal, dass die Basis ihre Partei trotz langer Durststrecke noch nicht aufgegeben hat, sondern bereit ist, sich aktiver denn je einzubringen. Diese Einmischung ist eine Chance, keine Bedrohung.