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Berliner Morgenpost, 20. Dezember 2002

Landesgruppe der CDU wählt Günter Nooke ab

Der frühere stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Günter Nooke, ist nicht mehr Vorsitzender der Landesgruppe der Berliner CDU-Bundestagsabgeordneten. Bei einer Sitzung der sechsköpfigen Landesgruppe wurde Nooke gestern nach nur sechswöchiger Amtszeit überraschend mit 5:1 Stimmen abgewählt. Neuer Vorsitzender der Landesgruppe ist der Reinickendorfer Innenpolitik-Experte Roland Gewalt. Hintergrund für die Abwahl Nookes ist offenbar dessen Engagement an der Spitze der CDU-«Hugenotten», einer Gruppierung, der sich vorwiegend CDU-Mitglieder angeschlossen haben, die es durch den Regierungsumzug nach Berlin verschlagen hat. Nooke hatte vor einer Woche mit einem Thesenpapier der «Hugenotten» für Furore gesorgt. Darin waren Gedanken über die Reformierung der Berliner CDU entwickelt worden. Nookes Alleingang hatte CDU-Landeschef Christoph Stölzl scharf kritisiert. Auch die Mitglieder der Berliner CDU-Landesgruppe wollten Nookes unabgestimmte Aktion nicht mittragen.

Auf Nachfrage äußerte sich Nooke verärgert über seine Abwahl: «Unser Gesprächskreis wird sich dadurch nicht auseinanderdividieren lassen. Dass aus der Präsentation inhaltlicher Überlegungen über die weitere Entwicklung der Berliner CDU solche Personalentscheidungen abgeleitet werden, zeigt, in welchem Zustand sich die Berliner CDU befindet.» kh