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Berliner Kurier, 21. Dezember 2002

So gute Freunde

Von Gerhard Lehrke

Bei solchen Freunden braucht man keine Feinde mehr. Diese Erfahrung musste jetzt Günter Nooke mit seinen guten Berliner Kumpels aus der CDU-Bundestagsfraktion machen.

Sie servierten ihn - schwupps - als ihren Landesgruppen-Vorsitzenden mit dem Hinweis ab, er habe mit seinem Hauptstadt-Thesenpapier gegen die Spielregeln verstoßen.

Es mag ja sein, dass Nooke und seine schlauen CDU-Jungs aus dem Umfeld des Bundestages etwas vorlaut waren. Doch deshalb haut man jemandem nicht die Beine weg.

Tatsächlich dürften die Platzhirsche und Lokalmatadoren einfach nur Angst haben, dass die mit dem Umzug des Bundestages in den Berliner CDU-Beton eingepflanzten Auswärtigen eben diesen Beton intellektuell sprengen.

Dasss das geht, hat Georg Eickhoff aus der Nooke-Truppe schon bewiesen: Er stürzte Eberhard Diepgen als Berliner Partei-Chef. Mal eben so.

Das wissen die Platzhirsche - und weil sie die geistige Auseinandersetzung fürchten, haben sie zum plumpesten aller Mittel gegriffen - der Abwahl. Über die Inhalte des Thesen-Papiers wurde nicht weiter geredet. Warum auch.