Gesprächskreis Hauptstadtunion
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Berliner Morgenpost, 4. Februar 2003

Merkel bei «Hugenotten» - Stölzl fordert Ermahnung

CDU-Landeschef Christoph Stölzl hat die neu in Berlin lebenden Parteimitglieder erneut aufgefordert, sich in den Ortsverbänden zu engagieren. «Vielleicht mahnt Angela Merkel die Neu-Berliner am Mittwoch noch einmal», sagte Stölzl gestern. Die Parteichefin spricht morgen Abend vor dem Gesprächskreis Hauptstadtunion, den so genannten Hugenotten. Hier haben sich CDU-Politiker zusammengefunden, die durch den Regierungsumzug nach Berlin gekommen sind. Dazu gehören der Lichtenberger Bundestagskandidat Georg Eickhoff und der Bundestagsabgeordnete Günter Nooke. Stölzl warnte gleichzeitig davor, «Parallelstrukturen» aufzubauen und damit die Partei zu teilen. «Die Hauptstadtunion ist die Union selbst.» Günter Nooke teilt die Kritik nicht. «Wir fordern unsere Mitglieder auf, sich in den Verbänden zu engagieren», sagte er gestern. «Ich selbst bin länger in einem Ortsverband tätig als Christoph Stölzl.»

Ende vergangenen Jahres hatte die Hauptstadtunion mit einem nicht abgesprochenen Thesenpapier zur Hauptstadtdebatte Verärgerung in der Partei hervorgerufen. Der Landesverband fühlte sich von den Neu-Berlinern übergangen.

Die Hauptstadtunion sieht sich als Arbeitskreis, «um die CDU in der Hauptstadt wieder handlungs- und entscheidungsfähig zu zeigen.» Zuletzt hatte Wolfgang Schäuble vor der Gesprächsrunde gesprochen. -ker